Frühjahrs-Vollversammlung 2023
Netzmanagerin Eva Jugel führte durch eine thematisch breite anderthalbstündige Agenda. Sie hieß stellvertretend die seit Januar 2023 hinzugewonnenen acht neuen Mitgliedspraxen herzlich willkommen.
CuraValue Radiologenfonds startet als Curagita-Projekt
Dr. Schmidt-Tophoff berichtete von der außerordentlichen Vollversammlung „CuraValue“, welche zeitlich vor der VV stattfand. Die zugrundeliegende Idee ist ein genossenschaftlicher Radiologen-Fonds in der Form einer AG zum Zweck der Beteiligung an wachstums- bzw. renditestarken Firmen mit Radiologie(praxis)bezug und Synergien mit den Radiologen im Radiologienetz. Die Gruppe der anwesenden bzw. interessierten Radiologen war zu klein, um den beabsichtigten Beteiligungsfonds nachhaltig umsetzen zu können. Beschlossen wurde, dass Curagita einzelne der vorgestellten Projekte zunächst selbst umsetzen und jährlich über den Beteiligungsstand berichten wird. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt Beteiligungsinteresse von einer ausreichenden Anzahl an Mitgliedsradiologen bestehen, wird Curagita den genossenschaftlichen Beteiligungsfonds dann vorbereiten.
Vier Praxen betreiben lokale Berufspolitik
Das Verbundprojekt „Berufspolitik vor Ort“ im Sinne einer lokalen Lobbyarbeit mit der Aufbereitung Praxis-/Radiologie-relevanter Themen/Argumentationen für lokale Redakteure, Bundestagsabgeordnete und das eigene Praxis-Wartezimmer startet mit zunächst vier Pilotpraxen. Die berufspolitische Argumentation (Teilgebiets-Radiologie, Investoren, Strom, FK-Mangel, GOÄ) für die verschiedenen Zielgruppen (Presse, Politik, Wartezimmer) wird mit den teilnehmenden Praxen und im Fachbeirat abgestimmt. Der praxisindividuelle Beitrag liegt bei 1.000 € netto, Anmeldungen sind möglich bei netzmanagementcuragita.com).
BMUV lehnt Open Petition ab
Die Open Petition zur Übernahme von Bereitschaftsdiensten durch qualifizierte MFA wurde vom BMUV erwartungsgemäß abschlägig beurteilt. Parallel wurden in Abstimmung mit dem Fachbeirat die Deutsche Krankengesellschaft, DRG, BDR und BMG angeschrieben. Über Reaktionen/Antworten wird berichtet. Der Erfolg weiterer Aktivitäten ist kurzfristig nicht zu erwarten.
Fachkräftemangel: Wie das Netz unterstützen kann
Fachkräftemangel ist seit längerem ein beherrschendes Thema, das vor bereits über einem Jahr im Netz aufgegriffen wurde. Nun steht eine Anzahl praxisindividueller Dienstleistungen und Verbundprojekte zur Verfügung, welche der Reduzierung von Engpässen dient. Von Website-Optimierung über Social-Media-Kampagnen bis zu Marketing-Materialien können Praxen individuell unterstützt werden. Weiterhin sind die Netzprojekte RAFA (Recruiting ausländischer Fachkräfte) und Remote Scanning erfolgversprechend angelaufen. Zuletzt stellte Frau Jugel eine neue Cur-Academy-Fortbildung „MRT-Fahrerlaubnis für Fachfremde“ vor. In einem zweitätigen Workshop werden die Teilnehmer/-innen auf das Arbeiten am MRT vorbereitet. Bei Interesse bitte bei Frau Scherger (anscuragita.com) melden.
Curagita-IT-Support für Netzpraxen
Sieben Jahre lang hat das Curagita-IT-Team die 24 Conradia MVZ IT-seitig betreut und damit eine tiefe radiologische Expertise aufbauen können. IT-Leiter Jean-Marc Lempp stellt mit einem personell aufgestockten Team Dienstleistungen für Mitgliedspraxen bereit und der Versammlung vor: CuraWATCH als „App“, mithilfe derer man die IT-Systeme der Praxis und möglichen Handlungsbedarf im Blick hat, CuraAID als Remote- und Telefon-Support, CuraSEC (Cybersecurity), CuraSAFE (Backup-Konzepte für betriebsrelevante Server) und CuraMATIK (Updates bzgl. Telematik-Infrastruktur).
Schwerpunktthema: Online-Tools im Radiologencheck
Das Schwerpunktthema der Vollversammlung ist zugleich Schwerpunkt der CuraCompact Ausgabe 1/2023. Lesen Sie daher weiter im Schwerpunkt-Artikel Interaktive Entscheidungstools im Self-Service.
Workshop Praxisstrategie
Dr. Schmidt-Tophoff berichtet über die personelle Verstärkung des Beraterteams durch Michael Sigloch und Bernd Nagel, der die Leitung des Teams am 1. Mai übernimmt. Er schlägt interessierten Praxen einen individuellen Gesellschafter-Workshop zur Praxisstrategie vor. Ziele sind die gewissenhafte Vorbereitung auf Nachfolge und/oder Verkauf der Praxis, Transparenz und Konsentierung im Gesellschafterkreis und Orientierung für etwaige Kooperationspartner/Geldgeber.
Transparenz schaffen ist auch der Motor für die Idee eines netzeigenen Benchmarkings, welches im Schwerpunkt-Beitrag angesprochen wird. Interessenten bitte beim Netzmanagement melden.
Digitale Anamnese
Auf Wunsch der Vollversammlungsteilnehmer fand bereits am 18. April ein Webinar zum Thema Digitale Anamnese und Aufklärung statt. Dabei stellte die Firma Aycan ihr Softwareprodukt aycan consent vor, dass in allen Praxen in vorhandene Patientenverwaltungssysteme integriert werden kann. Die Patienten füllen ihre Angaben auf benutzerfreundlichen I-Pads aus. Seit geraumer Zeit nutzen auch Praxen im Radiologienetz, z. B. die Netzpraxis Stuttgart, Dres. Söldner und das Radiologie Team Ortenau das Aycan-System im Praxisalltag. Dr. Spehl aus Lahr stand den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung. Curagita-Projektmanager Boris Kögler hatte im Vorfeld auch andere Anbieter sondiert und konnte daher einen guten Marktüberblick geben sowie Fragen zu Vergleichsprodukten beantworten. Durch die Einbindung der vorhandenen Radiologienetz-Aufklärungsbögen in das Aycan-System können interessierte Praxen kurzfristig und günstig auf die papierlose Anamnese / Aufklärung umstellen.
Ihr Ansprechpartner:
Boris Kögler
koecuragita.com
Die nächste Vollversammlung findet am 28. Juni in Heidelberg wieder hybrid und auf jeden Fall in besserer Tonqualität für die Online-Teilnehmer (!) statt. Vor-Ort-Treffen sind in Köln am 16. August und in Münster am 6. September geplant.


