RaFa – Integrationsmaßnahmen als zentraler Erfolgsfaktor!

Die langfristige Bindung der ausländischen Fachkräfte an die Praxis beginnt weit vor dem Einreisedatum, nämlich mit erster Kontaktaufnahme bzw. vor allem mit Abschluss des Arbeitsvertrags. Das Verbundprojekt RaFa (Recruiting ausländischer Fachkräfte) setzt hier mit gezielten Integrationsmaßnahmen an.

  1. Ansprechpartner: Vertretend für die Praxis agiert ein Mitarbeiter des RaFa-Teams als Hauptansprechpartner für die ausländischen Kandidatinnen und Kandidaten, d.h. es besteht jederzeit ein fester Kontakt für Rückfragen. 
     
  2. Begleitung: Die Kandidatinnen und Kandidaten werden entlang des gesamten Prozesses durch monatliche Jour-Fixes begleitet. Diese dienen dem Austausch über den Status Quo im Prozess und den individuellen Gemütszustand, die Absprache offener Themen und die Durchsprache nächster Schritte. In der Praxis erfolgt dieser Austausch allerdings weit häufiger, nämlich bei Bedarf und teils wöchentlich über E-Mail, Telefon, WhatsApp oder Microsoft-Teams Meeting. Hiermit werden die Kandidatinnen und Kandidaten regelmäßig rund um ihren Prozess informiert und abgeholt. 
     
  3. Unterstützung: Die Kandidatinnen und Kandidaten werden entlang des gesamten Prozesses vom RaFa-Team unterstützt, von der Zusammenstellung notwendiger Dokumente bis zur Flugbuchung für die Einreise. Dabei profitieren sie von Best-Practice Hilfs- und Lehrmaterial, welches im Rahmen des Verbundprojekts stets aktualisiert und weiterentwickelt wird.  
     
  4. Mentee-Programm: Das Mentee-Programm ist eine weitere RaFa-Integrationsmaßnahme, welche gemeinsam mit internationalen und in Deutschland vollständig anerkannten Fachkräften entwickelt wurde. Dabei wird jeder Kandidat/ jede Kandidatin zu Beginn des Prozesses einem Mentor bzw. einer Mentorin zugeteilt, nämlich einer bereits anerkannten Fachkraft, die sich vormals in ähnlicher Situation befand. Diese steht den Neuen mit Ratschlägen und eigenen Erfahrungen noch vor Einreise zum Austausch und zur besseren Vorbereitung auf die Ankunft und die Anpassungslehrgänge zur Verfügung. 
     
  5. Netzwerkaustausch: Der regelmäßige (Erfahrungs-)Austausch unter den Kandidaten fördert nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl, sondern auch die Motivation, nach Deutschland zu kommen und die Einordnung des eigenen Prozesses im Verhältnis zu anderen. Noch vor Einreise kommt man moderiert in monatlichen Online-Terminen, nämlich den „Candidate’s Night“ rund um die Welt zusammen. Dabei haben diese die verschiedensten Themen auf der Agenda, z.B. den Erfahrungsaustausch mit bereits erfolgreich integrierten ausländischen Fachkräften, eine kulturelle bzw. rechtliche Einführung und vieles mehr. Nach der Ankunft in Deutschland sind diese Termine weiterhin fester Bestandteil der Integration, ebenso wie weitere Netzwerk-Events vor Ort. 

Regelmäßig holt sich das RaFa Team Feedback von Praxen oder den zukünftigen Teammitgliedern, um Prozesse anzupassen und zu optimieren. Am Ende soll alles dafür getan werden, dass die Integration in Deutschland klappt, denn nur dadurch erreicht die Praxis ihr Ziel, zufriedene neue Mitarbeiter langfristig mit im Team zu haben!