Optimierte Honorar-Erlöse rücken in den Fokus
Einmal im Quartal kommt der Honorarbescheid. Wer sich in die Zahlen einarbeitet, kann Möglichkeiten für erlössteigernde Maßnahmen finden. Angesichts der geplanten GOÄ-Reform mit deutlich geringeren Honoraren lohnt es sich aktuell umso mehr, Spielräume bei den Erlösen sowie der Praxisentwicklung auszuloten.
Seit 2009 wertet das Team von CuraFee KV-Bescheide für Radiologien aus, erstellt aussagekräftige Berichte und berät persönlich über Handlungsmöglichkeiten in der Honoraroptimierung. Dazu laden die Praxen einmal im Quartal ihre Bescheide in ein angelegtes Portal hoch, danach folgt die Bearbeitung und Auswertung durch das Team bei Curagita. Bisher nutzen acht Radiologien diesen Netzservice kontinuierlich. Betrachtet werden unter anderem
• Fallzahlentwicklung,
• Budgets (RLV/QZV o.ä.),
• Erlös je Untersuchung,
• relative Untersuchungsanteile,
• Untersuchungsentwicklung.
Die Analyse wird übersichtlich und verständlich in einem Bericht zusammengefasst. „Transparenz über die Zahlen und Entwicklungen der Quartale zu besitzen und zu wissen, was diese für die Praxis bedeuten, ist der erste wesentliche Schritt in Richtung Erlösoptimierung“, sagt Teamleiter Carsten Krüger. Aus diesen Zahlen entwickelt er mit seinem Team eine praxisindividuelle Strategie. Diese ist auf die jeweilige Praxiskonstellation und die regionale Honorarsystematik abgestimmt. Sie enthält Hinweise zur Budget- und Erlösoptimierung sowie zur Planung der Fallverteilung und des Untersuchungsspektrums. „Wir wissen, aus welchen Daten wir Kennzahlen generieren müssen, um Potenziale zu finden. Dabei steht einerseits die Honoraroptimierung als Ziel, andererseits können wir mit unserer Beratung den Praxisbetrieb strategisch auf Wachstumskurs bringen“, berichtet der Fachmann weiter. Wir können den Service für alle KV-Regionen anbieten – entweder als Abo-Paket oder als Quick-Check, einen einmaligen Vergleich über mehrere Quartale. Für Baden-Württemberg erfolgt die Auswertung ab April (Q4/2024) automatisiert. Anfragen aus anderen Regionen werden noch manuell bearbeitet.
Neu: CuraFee Tool seit April
Als Teil der Digitalisierungsstrategie wichtiger Dienstleistungen bei Curagita können die Honorarbescheide aus Baden-Württemberg seit April – ab Q4/2024 – direkt hochgeladen werden. Die Bearbeitung läuft automatisiert ab. Wenige Minuten später kann die Auswertung in einem Dashboard angesehen werden. Die CuraFee-Experten erstellen im Nachgang ihren Bericht und stellen ihn der Praxis über das Portal zur Verfügung.
„Wenn nun durch die zu erwartende neue GOÄ die Querfinanzierung der gesetzlichen Leistungen geringer wird, erwarten wir eine deutlich höhere Nachfrage seitens der Praxisgesellschafter. Dann wird es noch mehr als bisher darauf ankommen, die KV-Erlöse zu optimieren, um dem Umsatzverlust entgegenzuwirken. Unser Ziel ist es daher, die Auswertung- und Beratungsleistung über das CuraFee-Tool auch in anderen KV-Bereichen volldigital anbieten zu können. Entscheidend ist für den Dienstleister die Konsistenz und Höhe der Nachfrage dafür.
Ein Kurzcheck ist ebenfalls möglich, um den Status-Quo zum GKV-Honorar prüfen zu lassen. Sinnvoll kann dies sein, wenn Ersatz-/ Erweiterungsinvestitionen geplant sind, ein neuer Standort und/oder eine Änderung der Gesellschafterkonstellation anstehen.
Ziel: Tagesaktuelle Auswertung in der Praxis – CuraOffice
Die CuraFee-Digitalisierung ist nur ein Anfang. Mit CuraOffice wird in Kürze für Gesellschafter, Standortleiter oder Praxismanager ein datenbasiertes Entscheidungstool zur Verfügung stehen, das sie bei der täglichen Arbeit wirkungsvoll entlastet. Anhand visualisierter Daten in interaktiven Dashboards können die Nutzer in der Praxis schnell Engpässe erkennen und gezielte Maßnahmen ergreifen. Key Performance Indicators (KPIs) helfen radiologischen Praxen künftig dabei, ihre Leistungen permanent zu überwachen. Strategische Entscheidungen werden so schneller getroffen und langfristige Ziele schneller erreicht.
Weil die verschiedenen Systeme „miteinander reden“, kann z. B. eine Krankmeldung aus dem Personalverwaltungssystem sofort die richtigen Schritte im aktuellen Dienstplan einleiten und die betroffenen Kolleg:innen per App informieren. Zukünftig soll eine KI die Abrechnung für Kassen- und Privatpatienten vollständig automatisiert übernehmen können.
CuraOffice wird Einblicke in alle vorhandenen Datenquellen der Praxis ermöglichen, um Prozesse gezielt zu steuern und zu überwachen. Durch die automatisierte Erfassung und Analyse von Daten aus verschiedenen Quellen (z. B. RIS, PACS, Terminkalender, Dienstplanungssoftware, Onlinebanking, DATEV usw.) werden ineffiziente Abläufe identifiziert und können optimiert werden. Dies umfasst sowohl administrative Prozesse, wie die gesamte Terminplanung, als auch komplexe Arbeitsabläufe der sogenannten „Patientenreise“. Berichterstellung oder Datenrecherche – heute noch manuelle Prozesse – können durch CuraOffice automatisiert werden. Dies spart Zeit und Ressourcen, sodass sich Ärzt:innen und Mitarbeiter:innen auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können. Fernziel ist die (nahezu) personallose Praxisverwaltung.
Angesichts der berufspolitischen Herausforderungen – hier sei nur die Diskussion um eine GOÄ-Novelle genannt – wird CuraOffice gemeinsam mit anderen Verbünden für die berufspolitische Arbeit von hohem Nutzen sein.




