Einladung: GreenScan-Referenzbesuch bei Prof. Klein in Burbach

Wie auf der Vollversammlung am 28. Juni 2023 vorgestellt, freuen wir uns über die Möglichkeit, interessierten Netzmitgliedern einen Referenzbesuch bei Prof. Hans-Martin Klein in Burbach bei Siegen anbieten zu können. Terminvorschlag ist der 20. Juli, 14 Uhr in Burbach. Interessenten melden sich bitte bis zum 15. Juli 2023 per E-Mail bei gilcuragita.com. Alternativ können Sie sich über diesen Link anmelden.

Bereits am vergangenen Radiologentag 2022 stellte Frank Vogel das Konzept GreenScan vor – damals stand der enorme Kostendruck bei den steigenden Strompreisen im Zentrum der Argumentation pro Niederfeld MRT. Ein wichtiger Punkt, doch GreenScan kann mit weiteren Vorteilen aufwarten. Aus diesem Grund möchten wir allen interessierten Netzpraxen die Möglichkeit geben, sich das Konzept von Prof. Klein direkt und vor Ort in Burbach erläutern zu lassen.

Der Radiologe hat GreenScan über die letzten Jahre entwickelt und in seiner Praxis erfolgreich installiert. Die Resonanz der Patienten ist gut. Vor Ort gibt er sein Know-how zur medizinisch-technischen Optimierung der Niederfeld-MRT am Beispiel eines Fuji (Hitachi) Aperto plus 0,35T weiter, künftig auch durch den Einsatz von KI erweitert sowie Informationen zum schlüsselfertigen Bau und Betrieb eines energieoptimierten Standorts. 

Hintergrund der Einladung ist das Angebot an das Radiologienetz/Curagita, sein Konzept kennen und verstehen zu lernen sowie bei Interesse (international) zu verbreiten. Es eignet sich für die Untersuchung von Privatpatienten in radiologischen Praxen und könnte auch als Kooperation mehrerer Praxen umgesetzt werden, die an einem neuen Standort eine Privatpraxis aufbauen möchten. Das Niederfeld-MRT ist in der Regel nicht zur vertragsärztlichen Versorgung zugelassen.

2020 wurde Professor Klein für seine Entwicklung als Innovator 2020 ausgezeichnet. Machen Sie sich einen kurzen ersten Eindruck im Video-Clip hier. Er beschreibt die verschiedenen Nutzenaspekte seines Ansatzes für Kollegen wie folgt:

Nutzenaspekte von GreenScan mit Niederfeld-MRT

1. Radiologisch hochwertige Bildgebung für Privatpatienten 

Ein RöFo-Artikel zur Niederfeld-Magnetresonanztomografie von 2020 mit Beispielen aus der klinischen Anwendung fasst Prof. Klein wie folgt zusammen: „Nachteile von MRT mit geringerer Feldstärke sind ein geringeres Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) sowie eine reduzierte spektrale Differenzierung. Dafür bieten diese Systeme eine Vielzahl von Vorteilen, die derzeit nicht oder nicht genügend genutzt werden: Kürzere T1-Relaxationszeit, besserer T1-Kontrast, weniger Metallartefakte, weniger Suszeptibilitätsartefakte, geringere dielektrische Effekte, bessere Gewebetransmission, geringere HF-Energiebelastung, weniger Gefährdung durch Anziehung metallischer Objekte („missile effects“), geringerer Effekt auf biomedizinische Implantate wie Shuntventile etc., geringerer Energieverbrauch, geringerer oder kein Heliumverbrauch. Wenn wir uns von der Vorstellung befreien, dass nur MRT mit mehr als 1,5T klinisch geeignet sind, können wir eine Vielzahl medizinisch, ökonomischer und ökologischer Vorteile für unsere Patienten verfügbar machen. Die Entwicklung hochwertiger MRT mit geringerer Feldstärke ist möglich und notwendig“ (Klein, H.-M. 2020, hier finden Sie diesen Artikel und weitere zur Lektüre >Aktuelle Netzprojekte >GreenScan).

2. Patientenschonung und mehr Komfort

Das offene Niederfeld-MRT nimmt vielen Patienten die (klaustrophobische) Angst und kann stark übergewichtige Patienten aufnehmen. Das Niederfeld bewirkt einen schonenderen Umgang mit dem Patienten gegenüber Hochfeld-MRT, die zu hyperthermischen Gefäßverbrennungen oder gentoxischen Einwirkungen führen können, was bisher nur am Rande untersucht wurde.

3. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit 

Prof. Klein schreibt dazu in seinem jüngsten, ebenso über den Link verfügbarer RöFo-Artikel zur Verbesserung der Energieeffizienz in radiologischen Versorgungseinheiten unter Auswertung der eigenen Praxiszahlen zusammenfassend: „Durch Einsatz von regenerativer Energie und Wärmerückgewinnung … PV, Wärmetauscher… sowie Nutzung energieeffizienter Bildgebungssysteme …Niederfeld-MRT mit Permanentmagneten …kann die CO2-Bilanz von radiologischen Versorgungseinheiten erheblich verbessert werden…Die Energiekosten verringerten sich um 32,5%.“ (Klein, H-M., 2023). Das sind starke Argumente mit Alleinstellung für die Zielgruppen.

4. Kostenwirksamkeit

Trotz eventueller zusätzlicher statischer Ertüchtigungskosten für die 14t-schweren Geräte und einer geringeren Untersuchungsfrequenz (2P/h) liefert die Niederfeld-MRT aufgrund des Wegfalls von Kühlung, Helium sowie deutlich niedrigerer Energiekosten am Gerät und im Gebäude eine gegenüber Hochfeldgeräten deutlich verbesserte Kostenposition, die auch im Zuge einer neuen GOÄ gewinnträchtig bliebe. Permanentmagneten sind zudem haltbarer, weniger störanfällig und daher bei niedrigeren Servicekosten länger nutzbar. Eine detaillierte Discounted Cash-Flow-Vergleichsrechnung über den gesamten Lebenszyklus und unter Einrechnung von Fördermitteln ist in Arbeit.

5. Beteiligungsoption

 GreenScan ist heute in einer Heilkunde-GmbH mit der Privatpraxis bei Siegen umgesetzt, die zu 100 Prozent Prof. Klein gehört. Entweder an der GmbH oder an einer GmbH, in der das Konzept ohne den Standort bei Siegen verortet ist, könnten die Radiologen von Radiologienetz und Curagita (Management, Vertrieb, Geräte/IT-/Bautechnik, Finanzierung) unter noch näher zu definierenden Bedingungen eine Beteiligung erwerben. Ansonsten wäre auch eine Vermittlung oder ein Franchise sowie ein dediziertes Betreibermodell denkbar. Ein konkreter Umsetzungsvorschlag ist in Arbeit.

Zunächst soll im Rahmen einer Due Diligence durch Vertreter des Radiologienetz die medizinische Qualität bewertet werden. Ziel wäre ein konkreter Umsetzungsvorschlag zum Radiologienetz-Tag im November 2023.

Dabei gelten die obigen Aussagen zum Fuji/Hitachi-Niederfeld-MRT grundsätzlich auch für entsprechende Geräte von Siemens oder Esaote.

Wenn Ihr Interesse geweckt wurde und Sie bei einem Vor-Ort-Besuch in Siegen dabei sein wollen, bitten wir, dass Sie sich bis 15. Juli per E-Mail bei Frau Kaster (gilcuragita.com) melden.