Einbeziehung MPE ab 1.1.23 obligatorisch – was müssen Praxen tun?

Der Countdown läuft.  Spätestens ab Januar 2023 müssen Praxen für CT und Durchleuchtung Medizinphysikexperten heranziehen. Deren Kapazitäten sind derzeit knapp. Viele fordern aus Effizienzgründen ein Software basiertes Dosismanagementsystem.

Bereits seit über zwei Jahren ist das Thema Dosismanagementsystem in radiologischen Praxen präsent. Wir haben darüber in den Vollversammlungen diskutiert, in Webinaren themenspezifisch mögliche Systeme vorgestellt und auf CuraCompact informiert.

Ab 1. Januar 2023 ist die Mitwirkung eines MPE für dosisintensive Röntgengeräte verpflichtend. Darunter fallen CT und Durchleuchtungsgeräte. Beim Neuerwerb oder Betreiberwechsel gilt die Verpflichtung bereits früher. Der MPE-Betreuungsschlüssel ist abhängig von der Anzahl der Geräte. Der gesetzliche Mindestaufwand liegt bei ca. 6% einer Vollzeitstelle für CT (15 Stunden pro Jahr) bzw. 8% für Angio/DL (20 Stunden pro Jahr). Gleichwohl die MPEs vor allem remote arbeiten, sind die verfügbaren Kapazitäten auf Anbieterseite knapp. Viele MPEs machen außerdem die Anschaffung eines Software basierten Dosismanagementsystems zur Voraussetzung, für eine Praxis tätig zu werden. Ein solches System ist gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben, erleichtert die Dokumentation und Auswertung aber bereits schon jetzt erheblich für den nach § 122 StrlSchV geforderten Nachweis der Auswertung der Exposition von Personen, an denen ionisierende Strahlung angewendet wird.

Für Radiologienetz-Praxen ist das Curagita-Technikteam eine Kooperation mit dem MPE Netzwerk Co.MPE.tent eingegangen. Dieses besteht aus 30 Physikern und ist in der Lage, urlaubs- oder krankheitsbedingte Vertretungsstrukturen abzubilden. Alle MPEs arbeiten nach denselben Standards und sind gemäß DIN EN ISO 13485 zertifiziert. Sie sind mit der Betreuung von Dosismanagementsystemen (DMS) der gängigen Hersteller vertraut. Darüber hinaus sind sie in der Lage, vor Ort die IT-Workflows unterschiedlicher Systemlösungen in Verbindung mit einem DMS anzupassen. In verschiedenen Praxistests (in den Conradia MVZ) hat sich die Dosismanagementsoftware DoseM von Infinitt besonders bewährt. Auch hier hat das Curagita-Technikteam spezielle Mitgliederkonditionen verhandelt. Einige Mitgliedspraxen haben das System bereits im Einsatz und im kollegialen Online-Austausch im letzten Jahr über ihre durchweg positiven Erfahrungen berichtet.

Praxen, die sich mit dem Thema bisher nur zurückhaltend beschäftigt haben, die Einführung einer Dosismanagementsoftware jedoch bis zum Jahresende beabsichtigen, bitten wir, ihr Interesse baldmöglichst zu artikulieren, da mit Lieferengpässen gerechnet werden muss. Gerne stellen Ihnen das System ausführlich vermitteln vor und vermitteln Ihnen optional Kontakte zu DoseM-Nutzern im Radiologienetz. Natürlich führen wir auch eine Investitionsrechnung für Sie durch. Die genauen Systemkosten hängen von Ihrer Praxisgröße bzw. der Geräteanzahl ab. Nehmen Sie gerne Kontakt mit Christin Harms aus dem Curagita-Technik-Team auf. Die gelernte MTRA mit Bachelor im Gesundheitsmanagement hat selbst schon belastbare Erfahrungen mit dem System bei Conradia Hamburg machen können und berät sie umfassend


Ihre Ansprechpartnerin:

Christin Harms,

chacuragita.com