Ärztliche Personalkapazitäten in der Radiologie

Radiologische Einrichtungen – unabhängig davon, ob sie ambulant, stationär oder hybrid arbeiten – stehen vor der Herausforderung, ihre ärztlichen Kapazitäten effizient und belastbar zu planen. Die Leistungsentwicklung ist dynamisch, die modalitätenspezifischen Befundungsdauern unterscheiden sich zum Teil erheblich und die persönlichen Arbeitsumfänge variieren. Ein objektiver Blick auf die Frage, wie viele Ärztinnen und Ärzte benötigt werden und wie gleichmäßig die individuelle Arbeitszuführung verteilt ist, fällt im Alltag häufig schwer.

Gleichzeitig fehlt es an praxistauglichen Werkzeugen: Viele Berechnungsmodelle sind entweder zu komplex, zu intransparent oder schlicht nicht selbst anwendbar. Vor diesem Hintergrund stellt sich die zentrale Frage, wie Praxen eine valide Analyse ihrer ärztlichen Gesamt- und Einzelkapazitäten selbständig vornehmen können. Die Antwort bieten zwei klar strukturierte Tools, die wir für Sie unter www.pro.radiologie.de zur Verfügung gestellt haben. Sie basieren auf realistischen Zeitwerten aus zahlreichen Beratungsprojekten, die sich bei Bedarf flexibel anpassen lassen.

2 neue IT-Tools: Kapazitätsbestimmung und individuelle Auslastungsanalyse des ärztlichen Personals

Das erste Tool dient der Ermittlung des Gesamtbedarfs an ärztlicher Personalkapazität. Es berechnet aus dem vorhandenen Leistungsvolumen den notwendigen Zeitbedarf und übersetzt diesen in Vollzeitäquivalente (VZÄ). Grundlage sind standardisierte Zeitwerte für alle relevanten ärztlichen Tätigkeiten – von der rechtfertigenden Indikation über die Überprüfung der Leistungserbringung bis zur Befundung und Kommunikation mit Patientinnen, Patienten oder zuweisenden Kolleginnen und Kollegen. Die Zeitwerte sind so definiert, dass sie praxistauglich und realistisch sind. Sie können zunächst unverändert verwendet werden, aber bei Bedarf auch an die individuellen Gegebenheiten in der eigenen Praxis angepasst werden. Das Tool berücksichtigt neben den klassischen ärztlichen Kernaufgaben auch zusätzliche Tätigkeiten wie organisatorische Aufgaben (im Praxismanagement). Am Ende der Berechnung steht die Anzahl benötigter Vollzeitäquivalente, aus dem sich die benötigte Anzahl an ärztlichen Personen ableiten lässt. Damit kann die Geschäftsleitung einer radiologischen Praxis unmittelbar erkennen, ob eine Über- oder Unterdeckung vorliegt.

Das zweite Tool richtet den Blick auf die individuelle Auslastung der einzelnen Radiologinnen und Radiologen. Es vergleicht den tatsächlichen Leistungsbeitrag sowie die individuellen Arbeitszeiten und Tätigkeitsanteile mit dem erwarteten Soll. Unterschiedliche Arbeitsumfänge – wie etwa Teilzeitquoten – werden direkt berücksichtigt, so dass sich eine präzise Einschätzung der individuellen Belastung ergibt. Das Tool zeigt damit transparent, ob die Arbeitsverteilung im Team ausgewogen ist. Im Ergebnis erhalten Anwenderinnen und Anwender eine nachvollziehbare, faktenbasierte Sicht auf die persönliche Auslastung jedes Teammitglieds, die über subjektive Eindrücke hinausgeht und sich sowohl für interne Führungsprozesse als auch zur Dienstplanoptimierung eignet.

Werden mithilfe der Tools Abweichungen zwischen erforderlicher und vorhandener ärztlicher Kapazität sichtbar, sollte im nächsten Schritt geprüft werden, ob organisatorische Faktoren zu diesen Diskrepanzen beitragen. Dazu gehören Fragen nach der Standardisierung von Abläufen, der Effizienz bestehender Prozesse und dem Umfang alltäglicher Abstimmungen.

Insgesamt ermöglichen beide Tools Radiologinnen und Radiologen eine klare, methodisch abgesicherte Basis für Personalentscheidungen. Sie schaffen Transparenz, stärken die interne Kommunikation, ermöglichen faire Arbeitsteilung und liefern eine fundierte Grundlage für strategische Überlegungen.

Die Freischaltung beider Tools erfolgt zunächst für Gesellschafter. Hinweis: Aufgrund der DSVGO-Bestimmungen bitten wir Sie zunächst keine vollständigen Ärztenamen, sondern Pseudonyme oder Kürzel, zu verwenden.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns gerne an:

Bernd Nagel,
Leiter CuraConsult
E-Mail: bencuragita.com
Mobil: 0152 - 0152 - 52 36

oder

Colin Hotop
E-Mail: chocuragita.com
Mobil: 0152 - 0152 52 14