Was ist geworden aus … dem Thema „Digitale Patientenzufriedenheitsbefragungen“

Patientenzufriedenheitsbefragungen bilden die Kritikpunkte, Wünsche und Anregungen der Patienten ab – Informationen, die für jede Praxis relevant sind. Wie diese am besten abgefragt werden, wird von radiologischen Praxen unterschiedlich umgesetzt.

Ein Pad mit Touchscreen, verständliche Smileys und ein einfaches Handling – mit der digitalen Patientenzufriedenheitsbefragung hat modernste Technik auch bei diesem Thema Einzug in manche Praxen gehalten.

Beispiel: Das DeRaG-MVZ Conradia hat bereits 2016 die digitale Patientenzufriedenheitsbefragung eingeführt. Die Erfahrungen im ersten Jahr waren zweischneidig, wie Praxismanagerin Yvonne Scholz im Praxismanagement-Austausch auf dem Radiologentag berichtete.

Positiv ist, dass die digitale Zufriedenheitsbefragung die kontinuierliche Abfrage und Auswertung der Patienten-Feedbacks ermöglicht. Durch die Auswertung nach Abteilungen können sich auch wertvolle Hinweise für die Praxisführung ergeben, wo genau besonderer Verbesserungsbedarf besteht.

Weiterhin erlaubt die Befragung sowohl die anonyme Beantwortung als auch die Hinterlassung der Patienten- Kontaktdaten, wenn diese das wünschen. In letzteren Fällen ermöglicht die digitale Technik besonders kurze Reaktionszeiten – ganz im Sinne eines optimalen Beschwerdemanagements. Yvonne Scholz: „So konnten wir auch schon mal mit einem Wiedergutmachungsblumenstrauß für langes Warten aus einem verärgerten Patienten einen treuen Stammkunden machen.“

Negativ sieht sie, dass so manches Kind im Wartezimmer durch die Mischung aus bunten Bildern und Computer animiert wird, auf dem Pad ziellos herum zu tippen, und damit für verzerrende Darstellungen sorgt. Bei der Conradia wurde daher schon über den optimalen Standort für das Bewertungs-Terminal diskutiert. Weiterhin sind die absoluten Kosten pro Jahr wesentlich höher als bei der bisherigen schriftlichen Einmalbefragung mit 200 Fragebögen. Das Ergebnis der Kosten-Nutzen-Diskussion bisher gab jedoch der neuen Technik weiterhin grünes Licht. So wägt der kaufmännische Geschäftsführer der Conradia, Axel Grundmann, vorsichtig ab: „Die digitale Patientenzufriedenheitsbefragung hat nach wie vor nicht nur Vorteile. Wir haben uns dennoch mit einigen Anpassungen für den weiteren Einsatz entschieden, weil wir damit einfach näher am Patienten sind.“