Quantitative abdominal magnetic resonance imaging in children-special considerations

Abdominal Radiology, Juni 2021, 9 Seiten, https://doi.org/10.1007/s00261-021-03191-9

J.R. Dillman et al., Cincinetti/USA

Die quantitativen MRT-Methoden (MRT-Elastographie, MRT zur Bestimmung der Protonendichte des Fettanteils, die diffusionsgewichtete Bildgebung sowie T1- und T2-Sequenzen) sind abhängig von der Körpergröße und Physiologie der Kinder, von deren Fähigkeit den Atem anzuhalten, und etwaiger Bewegungen der Kinder während der Untersuchung. Indikationen sind Lebererkrankungen einschließlich Fettleber, Malignome, M. Crohn, Nierenfunktionsstörungen und Pankreasveränderungen. 

Zu den bei Kindern durchgeführten MRT-Methoden gehören die MRT-Elastographie (MRE), die MRT-Bildgebung mit chemischer Verschiebung (CSE) zur Bestimmung der Protonendichte des Fettanteils, die diffusionsgewichtete Bildgebung sowie eine Vielzahl von Relaxometrie-Techniken. Die MRE wird zunehmend bei chronischen Lebererkrankungen eingesetzt. Eine Lebersteifigkeit steht prädiktiv für das Vorhandensein und das Ausmaß einer Leberfibrose einschließlich einer nichtalkoholischen Fettleber. Sie ist auch prädiktiv für das Vorliegen einer portalen Hypertonie bei Kindern mit autoimmunen Lebererkrankungen.

Die Frequenz der „driving wave“ sollte konstant bei 60 Hz liegen. Das unangenehme Vibrationsgefühl kann für Kinder erschreckend sein. Sie müssen darauf mit sensorischem Spielzeug vorbereitet werden. 

Es gibt bis heute eine Vielzahl von pädiatrischen Abdomen-Veränderungen, insbesondere der Leber, von denen man nicht weiß, wie sie sich auf die Lebersteifigkeit auswirken. Häufige klinische Indikationen für die CSE sind übergewichtige bzw. fettleibige Kinder mit erhöhten Leberfunktionswerten. In letzter Zeit besteht ein zunehmendes Interesse für die Diagnose von früh einsetzenden, nicht alkoholischen Fettlebern bei Kindern und Jugendlichen, die als Ursache für den Schweregrad der Fettleber im späteren Leben verantwortlich sind.

Weiterhin wird versucht, fetale und neonatale CSE-MRT-Untersuchungen zur Beurteilung des Leberfetts durchzuführen, was allerdings wegen der Kleinheit der Objekte schwierig ist. Bei der diffusionsgewichteten Bildgebung (DWI) ist die Identifikation von Malignomen im Bauch- und Becken-Bereich sowie bei der Beurteilung von Darmschlingen, z.B. bei M. Crohn, möglich. Es müssen jedoch noch weitere normative pädiatrische Werte bei Kindern unterschiedlichen Alters erhoben werden.

Die T1-Relaxometrie umfasst die Beurteilung von chronischen Lebererkrankungen und von Pankreasveränderungen. Messungen der renalen kortikalen T1-Relaxation lassen Nierenfunktionsstörungen (z.B. bei Nierenfibrose) erkennen. Die vorliegenden begrenzten Daten deuten darauf hin, dass die T1-Relaxaktionszeiten bei Kindern denen der Erwachsenen ähneln. Mit den beschriebenen Techniken können eine Vielzahl von Gewebeanomalien erkannt und bestimmt werden, wie z.B. Fibrosen und Ablagerungen von Fett und Eisen in den Bauchorganen. 


Autor: Prof. Dr. U. Klein