Privatanteil beim Honorar über alle Fachgruppen rückläufig
Die Privateinnahmen der Arztpraxen sind bei allen Fachgruppen ein unverzichtbares „Standbein“ der Praxisfinanzierung. Nach der letzten Kostenstrukturerhebung (KSE) des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit den Daten für das Jahr 2015 erzielten die Praxen der niedergelassenen Ärzte 2015 durchschnittlich 133.000 Euro aus der Privatpraxis. Das waren mehr als ein Viertel, nämlich 26,3 % der Gesamteinnahmen.
Bemerkenswert: Der Privatanteil bei den Umsätzen der Ärzte ist rückläufig. Im Jahr 2015 wurden 26,3 % des Umsatzes nach den Vergütungsregelungen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Vier Jahre zuvor, im Jahr 2011 lagen die Privateinnahmen noch bei 28,0 % der Gesamteinnahmen.
Bei der Entwicklung der Privateinnahmen gibt es deutliche Unterschiede zwischen den ärztlichen Fachgruppen. Nach den Zahlen des Destatis liegt der Privatanteil bei den Dermatologen bei 45,9 % (2015) gegenüber knapp 48 % im Jahr 2011. Auch die Allgemeinmediziner sehen sich mit einem Rückgang der Privateinnahmen konfrontiert. Für das Jahr 2015 weist die Statistik einen Anteil von 14,5 % aus, gegenüber 18,4 % im Jahr 2011.
Anteil der Privateinnahmen 2015 am Gesamtumsatz:
Quelle: Statistisches Bundesamt 2015
______________
Dieser Artikel stammt vom Leo Schütze Verlag, Herausgeber des „Schütze-Briefs“. Curagita übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit dieser Informationen.
Ihre Ansprechpartner:
Dr. Michael Kreft mikcuragita.com
Carsten Krüger ckgcuragita.com



