Predictive value of pathological carcinoma size in patients with T2 glottic laryngeal squamous cell carcinoma
Acta Oto-Laryngologica, Vol. 143, Nr. 4, 2023, S. 323–327
J. Zhou et al., Shanghai/China
Larynx-Karzinome sind zu 80 % Plattenepithel-Karzinome, die zu 40 % relativ früh wegen „Halsentzündungen“ diagnostiziert werden, so dass 80 % bis 85 % der Tumoren in den Stadien T1 und T2 erkannt werden. Bei 535 Patienten zeigte die CT, dass bei einem Tumordurchmesser größer als 1,35 cm und einer Fläche von mehr als 1 cm2 die Fünf- und Zehn-Jahresüberlebensraten deutlich geringer sind als bei kleineren Tumoren. 25,8 % der Patienten erhielten eine totale Laryngektomie, 74,2 % eine Teilresektion des Larynx. Bei 49 Patienten (9,2 %) wurde eine postoperative Radio- oder Chemotherapie angeschlossen. Larynxkarzinome entstehen aus dem Larynx-Schleimhautepithel. Der häufigste Typ (98 %) ist das Plattenepithel-Karzinom (SCC). 40 % dieser Karzinome werden relativ früh erkannt, weil die Patienten wegen einer „Halsentzündung“ den Arzt aufsuchen. Etwa zwei Drittel dieser Karzinome entstehen in der Glottis, und 80 % bis 85 % weisen die Stadien T1 und T2 auf. Karzinom-Durchmesser und -Volumen werden in der Regel mittels KM-CT ermittelt.
Die vorliegende Untersuchung sollte bestätigen, dass die Tumorgröße bei Patienten mit T1-T2-Glottis-Tumoren Einfluss auf die Überlebensrate hat. Von 2005 bis 2010 wurden 535 Patienten mit einem histologisch gesicherten T1-T2-Glottis-Karzinom untersucht und behandelt. Es handelte sich um 528 Männer und 7 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 60,1 +/- 9,4 Jahre (35–89 Jahre). Die mittlere Nachuntersuchungszeit betrug 95 Monate (8–159 Monate). 138 Patienten (25,8 %) erhielten eine totale Laryngektomie, 397 Patienten (74,2 %) eine partielle Ektomie. 49 Patienten (9,2 %) erhielten postoperativ eine Radio- oder eine Chemotherapie.
Die Fünf- bzw. Zehn- Jahresüberlebensrate (OS) betrug 88,7% bzw. 76,3 %. Die Fünf- bzw. Zehn- Jahres-rezidivfreie-Zeit (DFS) betraf 83,1 % bzw. 72,1 % der Patienten. Der Karzinomdurchmesser bei allen Patienten war 1,5 +/- 0,6 cm (0,4-4,2 cm) und die Tumorfläche betrug 1,6 +/- 1,4 cm2 (0,12–0,8 cm2). Patienten mit einem größeren Durchmesser als 1,35 cm und einer Fläche größer als 1 cm2 hatten eine deutlich geringere OS und DFS.
Der Tumordurchmesser und die Tumorfläche waren unabhängige Vorhersagefaktoren für das Überleben bei Patienten mit einem T1-T2-Glottis-Tumor. Das vortherapeutische Karzinom-Volumen, das mittels CT eruiert wird, kann einen wertvollen prognostischen Faktor darstellen. Die Bewertung des Tumorvolumens, die operativ vorgenommen wurde, war allerdings häufig präziser als die CT-Untersuchung, insbesondere da „Zahnfüllungen“ (z. B. Amalgam) zu Artefakten führen.


