Morphological risk factors for the rupture of anterior communicating artery aneurysms: the significance of fenestration
Neuroradiology, Vol.58, Februar 2016, S. 155 – 160, J. Ho Choi et al., Sungnam-Seoul /
Korea
Die Rupturierung eines Aneurysmas der A. cerebri communicans anterior ist signifikant positiv assoziiert mit einer Größe über 7 mm, mit der Kuppenhochlage sowie einer Fenestration.
Die A. cerebri communicans anterior (AcomA) zeigt eine große Variabilität einschließlich Asymmetrie und Fenestration. Die nicht seltenen Aneurysmen in diesem Bereich haben trotz ihrer Kleinheit eine höhere Rupturrate als Aneurysmen anderer Lokalisationen. Ziel dieser Studie war es, die morphologischen Risikofaktoren für die Ruptur eines AcomA-Aneurysmas herauszufinden und die Fenestration als Risikofaktor zu untersuchen.
Zwischen Januar 2005 und März 2014 wurden 255 Patienten retrospektiv in diese Studie aufgenommen. 130 Patienten (51 %) waren männlich, 125 Patienten weiblich (49 %). 62 Patienten waren über 65 Jahre alt. Bei allen Patienten wurde eine DAS durchgeführt, alle Patienten wurden mittels Coil-Embolisation behandelt. Es wurden anatomische Kriterien herangezogen, so die Lage der Aneurysmen-Kuppe und die Größe der Aneurysmen (<4 mm, 4 – 7 mm, >7 mm). Die häufigste Größe lag zwischen 4 und 7 mm (54,2 %), die häufigste Kuppenlage war anterior (32,1 %).
17 Patienten (6,6 %) hatten eine Fenestration. Die klinischen Charakteristika waren gegenüber den Aneurysmen ohne Fenestration nicht signifikant unterschiedlich. 187 Aneurysmen waren nicht rupturiert, 68 waren rupturiert. Es zeigte sich, dass die Hochlage der Aneurysmen-Kuppe und eine Größe von über 7 mm sowie eine Fenestration signifikant mit einer Aneurysma-Ruptur assoziiert waren.
Wir danken unserem Ehrenmitglied Prof. Dr. U. Klein aus München, der Ihnen die Veröffentlichungen aus den Fachzeitschriften auswählt und zusammenfassend erläutert.


