Konnektorentausch wird pauschal mit 2.300 Euro gestützt
Gemäß der Hersteller-Spezifikation laufen die ersten Zertifikate in Konnektoren, in Kartenterminals (gSMC-KT), sowie die ersten Institutionskarten (SMC-B) ab September 2022 aus. Damit Institutionen weiterhin in der TI arbeiten können, besteht aktiver Handlungsbedarf. Nun stellen die die gesetzlichen und privaten Krankenkassen hierfür insgesamt 400 Millionen Euro bereit.
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erhalten für ihre digitale Ausstattung eine Pauschale von 2.300 Euro, um den Austausch der Konnektoren durchzuführen. Seit 18.07.2022 steht die Höhe über die Förderung des Hardwaretauschs für vertragsärztliche Praxen fest. Nachdem die Verhandlungen zwischen den Standesvertretungen und dem Spitzenverband der Krankenkassen ohne Einigung verliefen, hatte das Schiedsgericht über die Förderung entschieden. Dass eine Einigung dringend her musste, war klar. Denn nach Ablauf der Zertifikate in den TI-Komponenten im September kann keine Verbindung zur TI aus der Institution mehr hergestellt werden. Das heißt, das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarten oder der Versand von KIM-Nachrichten, also auch die eAUs, sind dann nicht mehr möglich. Laut Entscheidung des Bundesschiedsamts für die vertragsärztliche Versorgung werden die gesetzlichen und privaten Krankenkassen hierfür insgesamt 400 Millionen Euro für die Praxen bereitstellen.
Bekannt machte die gematik ihren Beschluss bereits am 28.02.2022. Damals wurde entschieden: die TI-Hardwarekomponenten müssen gegen neue Komponenten getauscht werden. Der sehr aufwändige und kostspielige Hardwaretausch soll die Kontinuität des Betriebs auch beim Übergang zur TI 2.0 absichern und aufwändige Zwischenlösungen vermeiden. Nach Abstimmung aller Beteiligten erschien ein Hardwaretausch zum Zeitpunkt als insgesamt sicherste Lösung. So wird bis zur vollständigen Implementierung der TI 2.0, welche für 2025 anvisiert ist, der Anschluss an die TI gewährleistet.
Für alle radiologischen Praxen bedeutet das: der aktuelle Konnektor in der Institution muss in einem Vor-Ort Einsatz getauscht werden muss. Die Kartenterminals dagegen müssen nicht komplett getauscht werden; hier wird nur die gSMC-KT, also die Sicherheitsmodulkarte des Kartenterminals, durch eine neue ersetzt. Auch die SMC-B, die Praxiskarte, muss nach 5 Jahren ersetzt werden. Insgesamt sind nach Aussagen der Gematik etwa 130.000 Konnektoren auszutauschen. 2022 sind es 15.150, im Jahr 2023 58.083 und 2024 54.914 Zertifikate. Betroffen sind alle drei Hersteller von Konnektoren.
Die Arztpraxen, die in den Jahren 2017 und 2018 Konnektoren gekauft haben, müssen in diesem und im kommenden Jahr die Konnektoren wechseln lassen. Bei später produzierten Konnektoren laufe die Frist entsprechend später ab. Ein neuerlicher Austausch ist nach heutigem Stand nicht vorgesehen, weil nach 2024 die Nutzer in die TI 2.0 migriert werden sollen.
Auf der gematik-Homepage wird ganz aktuell nochmal bestätigt, dass die bis August 2023 ablaufenden Konnektoren ausgetauscht werden müssen, für spätere Ablaufdaten sollen zum Beispiel Möglichkeiten der Zertifikatsverlängerung via Software-Update geschaffen werden. Näheres unter https://www.gematik.de/newsroom/news-detail/aktuelles-konnektortausch-faq
Quellen:
© may/aerzteblatt.de
https://www.kbv.de/html/1150_59271.php
https://dzw.de/telematikinfrastruktur-konnektoren-austauschen :
Ihr Ansprechpartner
Dennis Bickel
dbicuragita.com


