Ein besonderes Radiologie-Jubiläum: 50 Jahre CT am Menschen

Original EMI CT Hirn Scanner von 1971In diesem Jahr senden wir Geburtstagsgrüße der speziellen Art. Vor 50 Jahren wurde zum ersten Mal ein Mensch mittels einer Computertomografie (CT) untersucht. Eine Technik, die heutzutage aus dem Alltag der Medizin nicht mehr wegzudenken ist. Der Erfinder war jedoch kein Mediziner, sondern der britische Elektrotechniker Godfrey Hounsfield. Sein Ziel war es, ein Gehirn sichtbar zu machen, ohne es aufzuschneiden. Zeitgleich erforschte der Südafrikaner Allan McLeod Cormack ebenfalls die technische Nutzung von Röntgenstrahlung. Auf Basis seiner Algorithmen führte Hounsfield 1968 den ersten Scan an einem Schwein durch. Neun volle Tage dauerte dieser und die 28.000 Messungen wurden in zwei Stunden durch einen Computer ausgewertet. Hounsfield verfeinerte anschließend die Algorithmen und Mechaniken weiter, sodass ihm 1971 schließlich der Durchbruch gelang und er die Hirnzyste einer Frau sichtbar machte. Als Anerkennung für ihre Arbeit erhielten Hounsfield und Cormack 1979 den Nobelpreis für Medizin.

Diese Technik, welche vor 50 Jahren entwickelt wurde, ist noch immer wichtiger Teil des radiologischen Alltags, doch wurde sie seitdem erheblich modernisiert und weiterentwickelt. Meilensteine sind beispielsweise die neuen Generationen kardiofähiger und auch dosisreduzierter CTs. Die Grundlagen bleiben dagegen gleich. So misst man noch heute die Abschwächung von Röntgenstrahlung in Gewebe mit der „Hounsfield-Skala“. 

 

Ein überaus spannendes Jubiläum für die Radiologie, welches sich gewiss auch gut für Ihre Website oder Ihren Social Media Account als News-Meldung bzw. Post eignet. Gern können Sie dafür diesen Text nutzen.