Neu im DeRaG MVZ München: Prof. Dr. med. Thomas Henzler
Das MVZ München der Deutschen Radiologienetz AG konnte zum 1. Oktober 2017 einen neuen Geschäftsführer begrüßen. Prof. Dr. med. Thomas Henzler stärkt das Team vor Ort und erweitert das Angebot für die Patienten.
Henzler, Jahrgang 1980, bringt frischen Wind nach München – nicht nur aufgrund seines Alters. Er gilt als ausgewiesener Spezialist sowohl auf dem Gebiet der Uroradiologie als auch in der kardiothorakalen Bildgebung. Viele kennen und schätzen seine zahlreichen fundierten Publikationen aus den Forschungsaufenthalten an der US Universität MUSC (Medical University of South Carolina).
Wie kommt jemand wie Henzler auf die Idee, der Wissenschaft und Forschung den Rücken zu kehren und sich in die „Niederungen“ der ambulanten Radiologie zu begeben. Henzler winkt ab, da er die Frage schon (viel zu) oft gehört hat. „Das ist mir zu schwarz-weiß – beide Welten haben ihre Berechtigung. Die eine habe ich intensiv mit allen Vor- und Nachteilen kennengelernt und wissenschaftlich mit 37 Jahren fast alles erreicht. Die andere reizt mich gerade deshalb, weil ich sie noch nicht kenne.“ Ihn interessiert die Welt außerhalb der teils starren Universitätsklinik-Strukturen. Doch von seiner anfänglichen Idee, als Partner in eine Praxis einzusteigen, nahm Henzler aus verschiedenen Gründen wieder Abstand. „Nachdem ich mir einige Praxen angeschaut hatte, war ich erschrocken über das teilweise konfuse Management und altertümliche Arbeitsklima bei gleichzeitig hohen Erwartungen der Altpartner.“
Etwa zeitgleich lernte Henzler den Vorstand der Curagita und der Deutsche Radiologienetz AG (DeRaG), Dr. Johannes Schmidt-Tophoff, kennen. Dieser stellte ihm das Konzept und die Vision der DeRaG vor. „Als junger Radiologe, der einerseits die Herausforderung der niedergelassenen Radiologie sucht, aber auch das Fach Radiologie als Ganzes verändern und weiterentwickeln möchte, haben mich die Möglichkeiten und Visionen der DeRaG von Anfang an überzeugt. Ich sehe hier langfristig ein breites Spektrum an Möglichkeiten, tätig zu werden und mich zu entwickeln. Von meinem Kollegen und Freund Matthias Röthke, der seit zwei Jahren im ärztlichen Leitungsteam der Conradia in Hamburg ist, hörte ich viel Spannendes und Ermutigendes, was mir die Entscheidung am Ende recht leicht gemacht hat.“
Darüber hinaus begeistert Henzler das Leitbild der DeRaG, der auf das Team ausgerichtete Führungsansatz inklusive Corporate Identity und die bedürfnisorientierten Entwicklungsmöglichkeiten. „Für meine Generation ein absolut faszinierendes Konzept.“
Henzler freut sich besonders auf den Ausbau der Uroradiologie an der Urologie in Planegg. Dies wird sein erstes Projekt vor Ort. „Hier wird etwas deutschlandweit Einzigartiges umgesetzt: die inhaltliche, radiologische Fokussierung an einem weltweit führenden Zentrum für Urologie, um hier Dinge wie die multiparametrische Prostata MRT auf allerhöchstem Niveau anzubieten.“ Eine derart enge Zusammenarbeit an einer Spezialklinik mit der Möglichkeit interdisziplinärer Sprechstunden gab es bisher nicht.
Darüber hinaus will Henzler mit seinen Geschäftsführer-Kollegen Prof. Grenacher, Dr. Böhme und Dr. Wagenmann auch die weiteren Schwerpunkte an der Diagnostik München weiter ausbauen. „Themen für mich sind hier Dinge wie die Bildgebung des Herzens mittels CT und MRT sowie die Lungenbildgebung, um die Diagnostik München für kommende Aspekte wie die Lungenkrebs-Früherkennung ganz vorne zu positionieren.“
Die Menschen davon überzeugen, dass die DeRaG eine Chance für die niedergelassene radiologische Praxis ist und keine Bedrohung – hierin sieht Henzler eine der größten Herausforderungen. „Das Unbekannte und Neuartige ist für viele Menschen zunächst abschreckend. Im Vergleich zu privaten Investoren oder großen Beteiligungsgesellschaften ist das Konzept der DeRaG aber das einzige Konzept für und mit Radiologen. Hiervon müssen wir Radiologen aller Generationen noch weiter überzeugen.“ Für Henzler hat die Konsolidierungswelle der niedergelassenen Praxislandschaft längst Fahrt aufgenommen. Jetzt kommt es nur noch auf das "wie" an.
Und Henzler blickt mehr als positiv in die Zukunft. „Ich bin in einem tollen Team sehr herzlich aufgenommen worden und hatte in München einen tollen Einstieg zur Wiesenzeit.“ Als Einzelkämpfer in einer Praxisgemeinschaft oder einem Verbund herkömmlicher Prägung hätte er bei den vielen Ungewissheiten im Gesundheitssystem hinsichtlich seiner Zukunft häufig ein flaues Gefühl. Vor allem der medizinische Qualitätsanspruch, aber auch die betriebswirtschaftliche auf die Zukunft ausgerichtete, innovative Expertise der DeRaG bei gleichzeitiger Radiologenmajorität stimmen Henzler positiv. „In meiner jetzigen Position mit meinen Kollegen und dem gesamten Team der DeRaG fühle ich mich auf dem unübersichtlichen Ozean Gesundheitssystem perfekt aufgehoben.“
Zuletzt war Prof. Dr. Thomas Henzler als Co-Autor an einem Lancet Policy Review Paper zum Thema Lungenscreening beteiligt. Das Lancet Paper wurde am 28. November 2017 veröffentlicht und kann hier geladen werden. Lungenkrebs zählt nach wie vor zu den mit Abstand am häufigsten tödlich verlaufenden Krebserkrankungen.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Johannes Schmidt-Tophoff

