Memorandum der 10. Fokusgruppensitzung

Wir, die Mitglieder der RaDiagnostiX – Prostata-Fokusgruppe, haben uns am 28.07.2017 in Heidelberg getroffen, um die bisherigen Erfahrungen mit unserem Qualitätsprojekt auszutauschen und die Weichen für das weitere Vorgehen zu stellen.

Unser Treffen zeigte einen deutlichen Fortschritt des Qualitätsprojekts RaDiagnostiX – Prostata in den Bereichen Wirtschaftlichkeit und Qualität.

Die Qualitätsarbeit steht nach wie vor an erster und wichtigster Stelle, aber auch die Fallzahlen nehmen deutlich zu. Von den 37 teilnehmenden Praxen erreichen 25 Praxen durchschnittlich 70 bis 185 Fälle pro Jahr (Hochrechnung 2017), Tendenz steigend. Wir sind überzeugt, dass die Qualität die Grundlage für unseren Erfolg ist und dass gute Befunde auf methodisch sauber akquirierten Bilddaten und klinischen Informationen basieren. Die Ergebnisse der dritten Qualitätsstichprobe sind daher erfreulich, denn die Lernkurve in diesen Bereichen steigt weiter an. Erstmals wurde die Stichprobe von zwei Experten durchgeführt, die sich zuvor einer Interreader-Analyse unterzogen hatten. Sie einigten sich auch auf ein Vorgehen zur Beurteilung der Bildqualität auf einer Skala von eins bis fünf nach Likert.

Im Rahmen der erweiterten Qualitätssicherung hat die Fokusgruppe ein Pilotprojekt zur Harmonisierung der Untersuchungsstandards innerhalb des Verbundprojekts durchgeführt. Die teilnehmenden Radiologen ließen eine Kalibrierung ihrer MRT mit Prostataphantom sowie per Probanden durchführen. Damit konnte eine massive Erhöhung der Vergleichbarkeit der Untersuchungen zwischen den teilnehmenden Praxen erzielt werden. Auf Grund des gewählten Benchmarks des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) wird eine Qualität auf Universitätsniveau angestrebt. Mit diesen Mindeststandards schafft die Gruppe die Basis für einen noch aussagekräftigeren ADC-Wert bezogen auf die Gleason-Kategorien. Die Leistungsfähigkeit des Gerätes wird dabei optimiert und ein minimales SNR im gesamten Netzwerk gewährleistet.

Einen besonderen Vorteil bietet diese zusätzliche Qualitätsmaßnahme beim Vergleich von Befunden, welche über einen längeren Zeitraum generiert werden müssen (Active Surveillance).

Die Fokusgruppe empfiehlt daher den teilnehmenden Praxen, diesen nächsten Qualitätsschritt mit zu tragen. Eine gemeinsame Publikation dazu ist mit dem DKFZ zeitnah geplant. Frau Dr. Amler sendet die Teilnahmebedingungen an alle Teilnehmer. Wir als Fokusgruppenmitglieder und Fr. Dr. Amler stehen Ihnen dazu gerne auch für Rückfragen zur Verfügung unter alrcuragita.com.

Wir Mitglieder der Fokusgruppe sind überzeugt, dass wir die Qualitätsführerschaft der mpMRT der Prostata in der ambulanten Versorgung übernehmen können und dass dies das beste Fundament für die Überzeugung von Patienten und Zuweisern zur Inanspruchnahme der hochwertigen Leistung bei uns sein wird.

Dies ist auch ein sehr wichtiges Signal aus unserem Verbund an die Kostenträger, mit denen weitere Gespräche anstehen. Alle Bausteine des Versorgungsprojektes sind somit in der Umsetzung und zeigen Wirkung.

Sämtliche Mitglieder der Fokusgruppe stehen für weitere Fragen und Auskünfte gerne bereit. Selbstverständlich steht Fr. Dr. Amler auch jederzeit gerne persönlich für Fragen zur Verfügung.

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11. Fokusgruppensitzung RaDiagnostiX - Prostata

Am 17.11.2017 kam die Fokusgruppe im Rahmen des Radiologentages zusammen. Im Haus der Radiologie standen folgende Themen auf der Tagesordnung:

Protokoll der letzten Sitzung RaDiagnostiX – Prostata:

• Status: Projektübersicht

• Vorstellung: PANTAVISION Schulungstool

• Vorstellung:Mobile urologische Gerätestellung zur Fusionsbiopsie

• Update: Zweitmeinungsportal

Weiterentwicklung Qualitätsarbeit RaDiagnostiX – Prostata (PDCA)

• Status: Fortsetzung des Projekts „Geräte-Kalibrierung“

• Potential: Befundung nach PI-RADS 2.0 (structured reporting)

• Algorithmus: Bildqualität

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Dr. Barbara Amler

alrcuragita.com