GKV-Finanzentwicklung

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. Halbjahr 2018 einen Überschuss von rund 720 Mio. Euro erzielt. Damit haben die Finanzreserven der Krankenkassen bis Ende Juni 2018 erstmals die Grenze von 20 Mrd. Euro überschritten. „Im Durchschnitt entspricht dies mehr als einer Monatsausgabe und damit mehr als dem Vierfachen der gesetzlich vorgesehenen Mindestreserve“, teilt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit. Zusätzlich verfügte der Gesundheitsfonds zum Stichtag 15. Januar 2018 über eine Liquiditätsreserve in einer Größenordnung von etwa 9,1 Mrd. Euro. Im 1. Halbjahr 2018 ist ein saisonüblicher Ausgabenüberhang von ca. 3,05 Mrd. Euro zu verzeichnen.

Wichtige Kenndaten der Finanzentwicklung:

• Die beitragspflichtigen Einnahmen stiegen im Gesundheitsfonds um 4,0 %.

• Die Leistungsausgaben stiegen um 3,7 % je Versicherten.

• Die Ausgaben für Krankenhausbehandlung sind im 1. Halbjahr um 3,0 % gestiegen.

• Die Arzneimittelausgaben stiegen um 3,9 %. „Hierbei spielen weiterhin die Entwicklungen im Bereich innovativer Arzneimittel eine zentrale Rolle“, erklärt das BMG.

• Im Bereich der vertragsärztlichen Vergütung stiegen die Ausgaben um rund 2,6 %.

• Bei den Ausgaben für zahnärztliche Behandlung betrug der Anstieg 2,1 %.

Zur finanziellen Entwicklung nach Krankenkassenarten:

Die AOKen verzeichnen einen Überschuss von rund 371 Mio. Euro, die Ersatzkassen von 151 Mio. Euro, die BKKen von 80 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen von 40 Mio. Euro und die Knappschaft-Bahn-See von 84 Mio. Euro. Lediglich die landwirtschaftliche Krankenversicherung erzielte ein geringes Defizit von 6 Mio. Euro.

Meldungen aus der Gesundheitspolitik

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