Gastroduodenal intussusception and pylorus obstruction induced by a c-KIT-negative gastric gastrointestinal stromal tumor: case report and review of the literature
Zeitschrift für Gastroenterologie, Vol.56, April 2018, S.374-379
Y. Zhou et al., Yancheng/China
Eine gastro-intestinale Invagination des Magens in das Duodenum bei Vorliegen eines GIST ist bisher 13-mal beschrieben worden. Die Tumoren waren 4-7 cm groß. Das Durchschnittsalter betrug 61 Jahre. Es wird über einen weiteren 69-jährigen Patienten berichtet, der erfolgreich operiert wurde.
Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) stellen 1-3 % aller gastrointestinalen Tumoren dar. Die meisten davon zeigen eine starke Expression des c-KIT-Proteins. Eine gastroduodenale Invagination ist selten. Sie kann durch Magenadenome, Leiomyome, Hamartome, Adenokarzinome und Leiomyosarkome verursacht werden.
Fallbeispiel: Ein 69-jähriger Patient hatte sechs Stunden lang Bauch-schmerzen mit Erbrechen. Eine Notfall-Endoskopie ergab eine Invagination des Magens in den Pylorus bzw. in das Duodenum. Nach endoskopischem Zurückholen des Magens zeigte sich eine hochgradige Stenose des Pylorus. Das CT zeigte eine tumoröse Enge in diesem Bereich. Die OP ergab einen 4,5 × 4,0 × 4,0 cm großen Tumor. Die Histopathologie ergab einen GIST. Auch 33 Monate postoperativ entwickelte sich kein Rezidiv.
Klinisch treten bei GIST Blutungen des Intestinaltraktes, Bauchschmerzen und abdominale Tumoren sowie eine gastrointestinale Obstruktion in 10-30 % der Fälle auf. In der Literatur sind bis heute 13 Fälle eines GIST mit gastrointestinaler Invagination beschrieben worden. Als alleinige Therapie kommt die OP in Frage. Rezidive oder Metastasen können durch Tyrosin-Kinase-Inhibitoren (TKI) behandelt werden.
