CuraSHIELD: Mehr Sicherheit für die Praxis-IT, weniger Aufwand bei der Dokumentation

Mit den Anforderungen der KBV-IT-Sicherheitsrichtlinie und den zusätzlichen Vorgaben durch NIS2 rücken neben der IT-Sicherheit auch die Dokumentation und Nachweisbarkeit von Sicherheitsmaßnahmen stärker in den Fokus. Curagita unterstützt Praxen mit dem neuen Leistungspaket CuraSHIELD dabei, Risiken zu erkennen und ihre IT-Sicherheitsdokumentation dauerhaft aktuell zu halten.

Bereits im Frühjahr hat Curagita-IT-Leiter Jean-Marc Lempp im CuraCompact-Beitrag „IT-Sicherheits-Audit für Radiologien (KBV & NIS-2)“ aufgezeigt, worauf radiologische Praxen bei ihrer IT-Sicherheit besonders achten sollten. Der darin vorgestellte 7-Punkte-Fragenkatalog gibt Praxisverantwortlichen eine Orientierung für das Gespräch mit ihrem IT-Dienstleister – von der Netzwerksegmentierung und dem Patch-Management über Zugriffsberechtigungen bis hin zur Notfallvorsorge.

Mit der Überprüfung allein ist es nicht getan. Ebenso wichtig ist es, bestehende Sicherheitsmaßnahmen systematisch zu erfassen, mögliche Lücken zu dokumentieren und die Unterlagen regelmäßig zu aktualisieren. Für diese umfassende und verantwortungsvolle Aufgabe haben sich seit dem Frühjahr eine Reihe von Praxisinhabern bei Jean-Marc Lempp gemeldet und gemeinsam mit Curagita IT die praktische Organisation und Umsetzung der Vorgaben organisiert. Im neuen Curagita-Angebot CuraSHIELD sind diese Erfahrungen eingeflossen zu einem Paket an Leistungen, das alle Belange der IT-Sicherheit zeitgemäß abdeckt.

KBV und NIS2: IT-Sicherheit bleibt Führungsaufgabe

Die KBV-IT-Sicherheitsrichtlinie definiert verbindliche Anforderungen für vertragsärztliche Praxen. Welche Maßnahmen im Einzelnen umzusetzen sind, hängt unter anderem von der Praxisgröße und der eingesetzten IT-Infrastruktur ab. Für radiologische Einrichtungen mit medizinischen Großgeräten wie MRT und CT gelten zusätzliche Anforderungen.

Mit der Umsetzung der europäischen NIS2-Richtlinie in deutsches Recht sind seit Dezember 2025 weitere Cybersicherheitsvorgaben hinzugekommen. Diese betreffen insbesondere größere beziehungsweise umsatzstarke Praxen und Medizinische Versorgungszentren. Nicht jede radiologische Praxis fällt automatisch unter NIS2 – die Anforderungen der KBV-IT-Sicherheitsrichtlinie sind jedoch unabhängig davon relevant.

Für Praxisinhaber und Geschäftsführungen bedeutet das: IT-Sicherheit lässt sich im Tagesgeschäft zwar an interne oder externe Fachleute delegieren, die Verantwortung für die Organisation und Einhaltung der jeweils geltenden Anforderungen bleibt jedoch bei der Praxisleitung. Die Herausforderung liegt dabei sowohl in der technischen Absicherung als auch in der strukturierten Dokumentation von IT-Systemen, Sicherheitsmaßnahmen und Verantwortlichkeiten erfordert Zeit und Fachwissen.

Struktur und Transparenz

Mit CuraSHIELD bietet Curagita ein Leistungspaket zur „strukturierten Compliance-Readiness für KBV und NIS2“ an. Ziel ist es, den aktuellen Zustand der Praxis-IT systematisch zu erfassen und eine belastbare Grundlage für die erforderlichen Sicherheitsnachweise zu schaffen.

Dazu übernimmt Curagita wesentliche Aufgaben der Bestandsaufnahme, Analyse und Dokumentation. Praxen erhalten einen Überblick über ihre IT-Landschaft und können auch erkennen, wo organisatorischer oder technischer Handlungsbedarf besteht.

Das Leistungspaket umfasst insbesondere:

  • Compliance-Management: Curagita unterstützt bei der strukturierten Erfassung und Analyse der relevanten Anforderungen und stellt prüffähige Dokumentationsvorlagen bereit.
  • IT-Inventarisierung und Netzwerkdokumentation: Vorhandene IT-Komponenten und Netzwerkstrukturen werden erfasst und dokumentiert.
  • Berechtigungen, Notfallstrukturen und Risikoanalysen: Zugriffsrechte, organisatorische Sicherheitsmaßnahmen und mögliche Risiken werden systematisch aufbereitet.
  • Laufende Aktualisierung: IT-Inventar, Dokumentation sowie Patch- und Update-Historien werden im Rahmen der Betreuung fortlaufend gepflegt.
  • Mitarbeitersensibilisierung: Vierteljährliche praxisübergreifende Awareness-Kurzschulungen unterstützen das Praxisteam beim sicheren Umgang mit aktuellen Cyberrisiken, beispielsweise Phishing-E-Mails.


Gerade die Dokumentation gilt in vielen Praxen als zusätzliche Belastung. CuraSHIELD soll diesen Aufwand reduzieren und zugleich die Nachvollziehbarkeit der getroffenen Maßnahmen gegenüber Prüfstellen, Versicherungen und Behörden verbessern.

So arbeiten Sie mit uns

Der Einstieg in CuraSHIELD erfolgt partnerschaftlich: Die Praxis stellt zunächst über vorbereitete Fragebögen die wesentlichen organisatorischen Informationen bereit. Die technisch komplexeren Aufgaben übernimmt Curagita. Dazu gehören die Erfassung der bestehenden IT-Infrastruktur, die Erstellung von Netzwerkplänen und die Dokumentation von Berechtigungen. Auf dieser Grundlage können vorhandene Lücken gemeinsam identifiziert und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

„Ein lebendes System statt verstaubter Ordner“ – unter diesem Leitgedanken ist CuraSHIELD ausdrücklich nicht als einmalige Dokumentationsleistung konzipiert. Denn die IT einer radiologischen Praxis verändert sich laufend: Arbeitsplätze werden ergänzt, Systeme aktualisiert, neue Anwendungen eingeführt oder Zugriffsberechtigungen angepasst. Eine einmal erstellte Dokumentation verliert dadurch schnell an Aktualität.

Im Rahmen der monatlichen CuraSHIELD-Betreuung werden deshalb neue IT-Komponenten, Patch-Stände und Update-Historien fortlaufend erfasst. So soll die Dokumentation mit der tatsächlichen IT-Umgebung Schritt halten.

Wichtig dabei: Die technische Umsetzung der abgeleiteten Handlungsempfehlungen erfolgt weiterhin durch die Praxis selbst beziehungsweise den von ihr beauftragten IT-Dienstleister. CuraSHIELD unterstützt bei Analyse, Strukturierung und Nachweisführung, ersetzt jedoch nicht die operative IT-Betreuung.

Mitarbeitende sind Teil der IT-Sicherheit

Technische Schutzmaßnahmen allein reichen nicht aus. Sicherheitsvorfälle entstehen häufig auch durch menschliche Fehler, beispielsweise durch das Öffnen betrügerischer E-Mails oder den unachtsamen Umgang mit Zugangsdaten. Deshalb beinhaltet CuraSHIELD vierteljährliche praxisübergreifende Awareness-Kurzschulungen. Diese sollen Mitarbeitende für aktuelle Bedrohungen sensibilisieren und das Sicherheitsbewusstsein im Praxisalltag stärken.

Für radiologische Praxen, in denen medizinische Geräte, Praxisverwaltungssysteme und Bilddateninfrastrukturen eng miteinander vernetzt sind, ist ein sicherheitsbewusstes Team ein wichtiger Bestandteil der IT-Vorsorge.

Bedingungen für eine Kooperation

Der Umfang einer gemeinschaftlichen Zusammenarbeit wird individuell anhand der Größe, Komplexität und vorhandenen IT-Struktur der jeweiligen Einrichtung kalkuliert. Voraussetzung für die Nutzung sind eine virtuelle Maschine (VM) beziehungsweise ein Client, ein Wartungsrechner (CuraGate), eine Netzwerkfreigabe sowie eine technisch versierte Ansprechperson innerhalb der Praxis.

Mit CuraSHIELD möchte Curagita die Mitglieder im Radiologienetz Deutschland bei einer Aufgabe unterstützen, die zunehmend Fachwissen und organisatorische Ressourcen bindet: IT-Sicherheit nachvollziehbar dokumentieren, den Handlungsbedarf kennen und die Unterlagen dauerhaft aktuell halten. Damit gewinnt die Praxisleitung mehr Transparenz und Freiraum für das Wesentliche: die medizinische Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten.

Gern informieren wir Sie über die Leistungen und die Umsetzungsmöglichkeiten in Ihrer Praxis.

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