Clinical utility of 18F-FDG PET/CT for patients with recurrent head and neck squamous cell carcinoma

Acta Oto-Laryngologica, Vol. 139, September 2019, S. 810-815

 S. C. Ha et al., Seoul

 

Zur Darstellung von Fernmetastasen eines „head and neck“-Karzinoms eignet sich am besten die PET/CT. Im Vergleich mit CT- und knochenszintigraphischen Untersuchungen ergab die Detektion von Lungen- und Knochenmetastasen keine Unterschiede. Weitere Metastasen anderer Lokalisationen wurden nur durch PET/CT entdeckt. Ein niedriger SUVmax signalisierte eine bessere Überlebensrate nach einem Rezidiv.

 

Fernmetastasen eines „head and neck“-Karzinoms (HNSCC) sind eine fatale Komplikation und können relativ spät auftreten. Die Inzidenz von Fernmetastasen beträgt zwischen 4,2% und 23,8%. Sie steigt an mit Eintreten eines Rezidivs auf bis zu 57%. Die durchschnittliche Überlebensrate beträgt bei diesen Patienten 7,5% und die Zwei-Jahres-Überlebenszeit liegt bei 26,2%. Daher ist es notwendig, eine geeignete und schnelle Methode zur Entdeckung von Fernmetastasen anzuwenden, um eine entsprechende Therapie durchführen zu können. Dazu ist am besten die 18F-FDG PET/CT geeignet.

 

95 Patienten wurden in dieser Studie ausgewertet, und es erfolgten Untersuchungen mittels PET/CT, Thorax-CT und Knochenszintigraphie. Es handelte sich um 79 Männer (83,2%) und 16 Frauen (16,8%) mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren (27-84 Jahre). Am häufigsten betroffen war der Larynx (44,2%), gefolgt von der Mundhöhle (29,5%), dem Oropharynx (16,8%) und dem Hypopharynx (9,5%). Bei 32 Patienten (33,7%) wurden Fernmetastasen diagnostiziert: bei 26 Patienten (81%) in der Lunge, bei 11 Patienten (34%) in den Knochen, bei 11 Patienten (34%) im Mediastinum, bei zwei Patienten (6%) in der Leber und bei 11 Patienten (34%) an unterschiedlichen Lokalisationen.

Die Werte für Sensitivität, Spezifität, Genauigkeit (accuracy), positiven und negativen Vorhersagewert von PET/CT betrugen 89,6%, 100%, 98,2%, 100% und 97,9%. Die Vorhersagewerte von Thorax-CT und Knochenszintigraphie betrugen 93,8%, 99,2%, 98,2%, 95,7% und 98,7%. Während die diagnostische Genauigkeit von PET/CT vergleichbar war bei Patienten mit Lungen- und Knochenmetastasen, konnten mittels PET/CT zwei weitere Metastasen entdeckt werden.

 

Ein SUVmax>8,7 bei Patienten mit einem Rezidiv war signifikant assoziiert mit einer geringen Überlebensrate. Diese Patienten hatten ein dreimal so großes Sterberisiko (14,1 Monate nach Rezidiventdeckung) wie Patienten mit einem SUVmax<8,7 (42,1 Monate). Dieser Unterschied war signifikant.

 

Während Lungen- und Knochenmetastasen durch Thorax-Aufnahmen und Knochenszintigraphie gut diagnostiziert werden, können mittels PET/CT zusätzlich Metastasen anderer Lokalisationen diagnostiziert werden. Außerdem ist bei einem niedrigen SUVmax eine bessere Überlebensrate nach einem Rezidiv zu erwarten.

 


 

Wir danken unserem Ehrenmitglied
Prof. Dr. U. Klein
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