Association of amyloid positron emission tomography with subsequent change in clinical management among medicare beneficiaries with mild cognitive impairment or dementia

JAMA, Vol. 321, April 2019, S. 1286-1294

G.D. Rabinovici et al., San Francisco

Amyloid PET-Untersuchungen mit 18F-labeled florbetapir hat hinsichtlich einer Differenzierung zwischen Alzheimer- und Nicht-Alzheimer-Erkrankung eine Sensitivität von 88-98% und eine Spezifität von 80-95%. Bei etwa 30% von 11.409 Patienten wurde das medizinische Management nach Amyloid-PET gegenüber einer ersten PET-Untersuchung geändert.

Amyloid PET- (A-PET)-Untersuchungen können Amyloid-Plaques (AP) im Hirn im Sinne eines neuropathologischen Merkmals einer Alzheimer-Erkrankung aufdecken. A-PET, zusammen mit der klinischen Bewertung, kann die Diagnostik einer Alzheimer-Erkrankung erheblich verbessern (obwohl A-PET auch bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen positiv sein kann). Drei verschiedene Amyloid-Tracer (18F-labeled florbetapir, 18F-labeled flutemetamol, 18F-labeled florbetaben) haben sich in den USA bewährt. Sie haben eine Sensitivität von 88%-98% und eine Spezifität von 80%-95%, verglichen mit der Autopsie.

Ziel der vorliegenden Untersuchungen war es, eine Assoziation zwischen A-PET und der daraus folgenden Änderung des medizinischen Managements einer Alzheimer-Erkrankung zu evaluieren. Insgesamt wurden zwischen Februar 2016 und September 2017 von 946 Demenz-Spezialisten und 733 Bildgebungs-Spezialisten aus 343 Zentren die PET-Untersuchungen von 11.409 Patienten bewertet. 6.905 Patienten (60,5%) hatten eine geringe kognitive Schädigung. Es handelte sich um 49,6% Frauen und 50,4% Männer mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren. 4.504 Patienten (39,5%) hatten eine Alzheimer-Demenz. Es handelte sich um 52,8% Frauen und 47,2% Männer mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren.

Bei der ersten PET-Untersuchung wurde die Alzheimer-Erkrankung in 76,9% der Fälle festgestellt. Veränderungen der Therapie zwischen erster PET-Untersuchung und späteren A-PET-Kontrollen erfolgten bei 60,2% der Patienten mit geringer kognitiver Schädigung und bei 63,5% der Patienten mit Demenz. Die Diagnoseveränderung von Alzheimer- zu Nicht-Alzheimer-Erkrankung betrug 25,1% (2.860 Patienten von 11.409 Patienten) und von Nicht-Alzheimer- zu Alzheimer-Erkrankung betrug sie 10,5% (1.201 Patienten von 11.409 Patienten). Der Anteil einer Alzheimer-Diagnose stieg von 80,3% (erste PET-Untersuchung) auf 95,5% bei der Kontroll-A-PET-Untersuchung.

Insgesamt kam es nach der A-PET-Untersuchung in etwa 30% der Fälle zu Veränderungen des medizinischen Managements gegenüber der ersten PET-Diagnose.

 

Wir danken unserem Ehrenmitglied
Prof. Dr. U. Klein
aus München, der Ihnen die
Veröffentlichungen aus den
Fachzeitschriften auswählt
und zusammenfassend
erläutert.