18F-FDG uptake during early adjuvant chemotherapy predicts histologic response in pediatric and young adult patients with osteosarcoma

The Journal of Nuclear Medizin, Vol.59, Januar 2018, S. 25-30, J. C. Davis et al., Memphis, Houston, Los Angeles

Die Tumorviabilität eines primären Osteosarkoms bei Kindern bzw. die Ansprechbarkeit nach Chemotherapie kann mittels PET/CT eruiert werden: SUVmax nahm in 10 Wochen signifikant von 12,1 auf 2,9 ab. Auch das Tumorvolumen nahm von 310 cm3 signifikant auf 245 cm3 ab. Somit ist SUVmax eine signifikante Prädiktion für eine positive Ansprechbarkeit des Tumors auf eine Chemotherapie.

Osteosarkome sind die häufigsten primären Knochentumoren bei Kindern, wenngleich sie nur in 0,1% aller Tumoren vorkommen. Langzeitergebnisse konnten durch zusätzliche prä-operative Chemotherapien verbessert werden. Um die Tumorviabilität nach der Chemotherapie vor der Operation beurteilen zu können, ist es wünschenswert, das Ansprechen auf die Chemotherapie zu untersuchen.

Ziel der vorliegenden Arbeit sollte es sein, die Verbindungen von semiquantitativer Analyse der 18F-FDG-Aufnahme (SUVmax) am Beginn der Therapie, nach 5 und nach 10 Wochen mit der histologischen Antwort und dem tumorfreien Überleben bei Kindern mit Osteosarkom zu bestimmen. 34 Patienten (17 Mädchen und 17 Jungen) mit einem Durchschnittsalter von 12,2 Jahren (6,8- 19,1 Jahre) wurden von Juni 2008 bis Mai 2012 in die Studie aufgenommen.

In 17 Fällen war der Femur befallen, neunmal die Tibia, fünfmal der Humerus sowie je einmal die Fibula, die Mandibel und der Radius. Bei 25 Patienten (74%) war der Tumor resektabel, bei neun Patienten (26%) lagen Metastasen vor. Alle Patienten erhielten als Basisdiagnostik Thoraxröntgen, CT, MRT sowie PET/CT. 10 Wochen nach Applikation der Chemotherapie wurde der Tumor reseziert. Die histologische Ansprechbarkeit nach Chemotherapie wurde mittels der prozentual vorhandenen Tumornekrosen bewertet: Lag sie bei über 90%, wurde dies als gute Ansprechbarkeit angesehen.

Nach der Resektion wurde die Chemotherapie für 29 Wochen weitergeführt, bei Patienten mit Metastasen ca. 36 Wochen. Hinsichtlich SUVmax gab es keine Unterschiede bei Patienten mit oder ohne Metastasen. Ein Ansprechen der Chemotherapie konnte bei 15 Patienten evaluiert werden, wobei gleichzeitig Bevacizumab verabreicht wurde.

Der SUVmax-Basiswert lag im Durchschnitt bei 12,1 (3,7-30,3), nach 5 Wochen bei 4,8 (1,9-14,7) und nach 10 Wochen bei 3,9 (1,7-15,2). Diese Unterschiede waren signifikant. Die Abnahme des Tumorvolumens von ursprünglich 310 cm3 auf 245 cm3 nach 10 Wochen (-29,8%) war ebenfalls signifikant. So war SUVmax nach 5 und 10 Wochen ein signifikanter Prädiktor für eine positive Ansprechbarkeit des Tumors auf die Chemotherapie. Für SUVmax nach 10 Wochen lag der PPV bei 72% und der NPV bei 92%.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass SUVmax von der Basisuntersuchung bis zur 10. Woche hinsichtlich eines histologisch erkennbaren Ansprechens bei Patienten mit Knochensarkom einen Prädiktor darstellt.

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Bildschirmfoto 2017-06-16 um 12.37.35Wir danken unserem Ehrenmitglied Prof. Dr. U. Klein aus München, der Ihnen die Veröffentlichungen aus den Fachzeitschriften auswählt und zusammenfassend erläutert.