In zwei Dritteln der Netzpraxen können Termine online vereinbart werden

Laut aerzteblatt.de vereinbart jeder Dritte Termine in Arztpraxen online. Dies hat eine durch den Digitalverband Bitkom im November veröffentlichte Umfrage ergeben. Demnach suchten 22 Prozent der Patienten ihren Arzt danach aus, ob dieser Termine auch direkt online vergibt – ein Pluspunkt und Standortvorteil für alle Praxen in einem agilen Wettbewerbsumfeld.

Wir haben uns gefragt, wie digital unsere radiologischen Praxen im Netz bei der Terminvergabe inzwischen sind und im November 2022 eine entsprechende Analyse durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen: Mittlerweile bieten 40 Prozent der Mitgliedspraxen Untersuchungstermine auch online an. Im Vergleich zur Rückmeldung bei einer Netzbefragung im Februar 2020 ist das ein Anstieg um 14 Prozentpunkte. Bereits vor drei Jahren waren die Teilnehmer der Befragung mehrheitlich davon überzeugt, dass „online“ auf dem Vormarsch ist.

Rechnet man noch solche Praxen hinzu, die zwar keine Terminierungstools haben, aber eine Terminvereinbarung auf der Website via Kontakt-Formular oder E-Mail anbieten, können bei 66 Prozent der Mitgliedspraxen Patienten heute Termine online vereinbaren.

Das alles kann die dauerbelegten Telefonleitungen in den Praxen entlasten, wie auch Dr. Achim Kircher aus dem Radiologie Team Ortenau bestätigt. „Wir bieten seit einem dreiviertel Jahr die Online-Terminierung über Doctolib an. Inzwischen werden 16% unserer Termine über dieses Tool vereinbart, Tendenz steigend.“

Hier den Beitrag von 2020 zum Thema Online-Terminvergabe lesen

Die häufigsten Lösungen für Online-Terminierungstools im Radiologienetz sind derzeit die Anbieter Medavis und Docotlib. Bei Medavis ist das System am (Medavis-) RIS angedockt. Patienten bleiben bei der Terminbuchung auf der Praxiswebseite und ihre Daten landen direkt im Praxis-RIS, was die Rezeption bei der Patientenaufnahme entlastet. Doctolib hingegen funktioniert wie eine Online-Buchungsplattform à la Booking.com. Der Patient verlässt über einen Link die Webseite der Praxis und findet sich auf der Plattform wieder. Für Praxen heißt das, dass Prozessumstellungen in Form eines Kalenderwechsels notwendig sind. Denn die Termine werden in einen Doctolib-Kalender eingespeist. Vorteilhaft ist es für Praxen, wenn sie über Doctolib von Patienten gefunden werden, die sonst nicht bei dieser Praxis den Termin vereinbart hätten.

Verzichten Praxen ganz auf ein Tool und arbeiten nur über Kontaktformulare bzw. E-Mail,  erscheint das auf den ersten Blick günstig, weil Lizenzgebühren und Systemintegration wegfallen. Nachteilig sind allerdings die manuelle Bearbeitung der eintreffenden Anfragen per E-Mail und die fehlende Automation. Die Terminierungstools verschicken beispielsweise automatisiert Reminder, um die No-Show-Quote bei den Patienten zu reduzieren.

Rund ein Drittel der Praxen im Netz vergeben derzeit Termine ausschließlich telefonisch oder direkt an der Rezeption vor Ort. Es ist davon auszugehen, dass in wenigen Jahren auch hier eine weitere Öffnung in Richtung Online-Terminvergabe zu beobachten sein wird. „Online“ setzt sich durch, weil die Eigeninitiative der Patienten die Grundlage bildet – weg vom Telefon hin zu Buchungssystemen im Internet, die ohne Öffnungszeiten jederzeit verfügbar sind.

Für die Praxen und zuständigen Teams am Telefon bzw. im Callcenter bedeutet die systembasierte Online-Terminvergabe eine konkrete und spürbare Entlastung. In Zeiten, in denen allseits über Personalmangel in den Praxen geklagt wird, ist dieser Vorteil ein weiterer wichtiger Pluspunkt für die Online-Terminvergaben.

Sprechen Sie uns bei Interesse gern zu diesem Thema an. Wir beraten Sie zu Anbietern am Markt und wie diese zu Ihren Prozessen und Systemen in der Praxis passen. Für Doctolib stehen besondere Netz-Konditionen zur Verfügung.

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